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Amerikanischer Friedhof der Normandie

Das D-Day-Mahnmal in Colleville-sur-Mer

Hoch auf einer Klippe über dem Omaha Beach gelegen, ist der Amerikanische Friedhof der Normandie in Colleville-sur-Mer einer der bewegendsten Orte Frankreichs. Er wird von der American Battle Monuments Commission verwaltet und beherbergt die Gräber von 9 387 amerikanischen Soldaten, die im Juni 1944 während der Normandie-Kampagne gefallen sind. Die Reihen weißer Marmorkreuze, auf einem makellosen Rasen mit Blick auf den Ärmelkanal aufgereiht, schaffen ein Bild von stiller, erschütternder Würde.

Was besichtigen?

Das Mahnmal und die Kapelle — im Herzen des Friedhofs beherbergt die Kalksteinkapelle ein Mosaik, das Amerika zeigt, wie es seinen gefallenen Söhnen segnet. Das angrenzende halbkreisförmige Memorial trägt die Namen von 1 557 Soldaten, deren Überreste nie gefunden wurden — der Garten der Vermissten.

Das Besucherzentrum — 2007 eröffnet, erzählt es anhand von Archivmaterial, Fotos und Zeitzeugenberichten die Geschichte des 6. Juni 1944: die Planung von Operation Overlord, die Landung und die Kämpfe am Strand. Der Eintritt ist kostenlos, die Besichtigung dauert etwa 45 Minuten.

Die Aussichtsterrasse — vom Klippenvorsprung erstreckt sich der Blick über mehrere Kilometer Omaha Beach. Hier begreift man unmittelbar, was die Soldaten erlebten, als sie diesen Strand unter Beschuss überquerten.

Omaha Beach (unterhalb, zu Fuß) — ein Weg führt vom Memorial hinunter zum Strand. Über diesen 7 km langen Sandstrand zu laufen ist ein Erlebnis für sich. In den Dünen sind noch Überreste deutscher Bunker zu sehen.

Wann hingehen?

6. Juni (Jahrestag der Landung) — der feierlichste Zeitpunkt, mit offiziellen Zeremonien und manchmal anwesenden Veteranen. Sehr viel Besucherandrang: früh morgens ankommen.

Früh morgens im Sommer — das goldene Licht auf den weißen Kreuzen ist atemberaubend, und Reisegruppen sind noch nicht eingetroffen.

September–Oktober — weniger Besucher, wunderschönes Herbstlicht, noch angenehmes Wetter.

Meiden: Wochenenden im Juli–August zwischen 10 und 16 Uhr, wenn der Ort von Reisebussen überfüllt ist.

Gute Ideen für einen ganzen Tag

Kombinieren Sie den Friedhof mit diesen nahe gelegenen Sehenswürdigkeiten für eine unvergessliche D-Day-Tour:

Pointe du Hoc (15 Min.) — Bombenkrater und deutsche Bunker sind seit 1944 unverändert geblieben. Amerikanische Rangers erklommen diese Klippe unter Beschuss an Seilen. Ein außergewöhnlicher Ort, oft weniger überlaufen als der Friedhof.

Arromanches (20 Min.) — die Überreste des künstlichen Mulberry-Hafens sind noch auf dem Meer zu sehen. Das Rundum-Kino Arromanches 360° zeigt einen eindringlichen Archivfilm.

Deutscher Soldatenfriedhof La Cambe (20 Min.) — ein Besuch des deutschen Friedhofs mit seinen niedrigen, dunklen Kreuzen bietet einen eindrucksvollen Gegenpunkt. 21 222 Soldaten ruhen hier.

Bayeux (30 Min.) — der berühmte Teppich und die gotische Kathedrale sind einen Vormittag wert. Die Stadt blieb 1944 verschont und war die erste befreite Stadt Frankreichs.

Der Eintritt ist vollständig kostenlos. Einplanen: 1,5 bis 2 Stunden vor Ort. Ganzjährig geöffnet (außer 25. Dez. und 1. Jan.). Angemessene Kleidung und respektvolles Verhalten sind Pflicht — Drohnen, Picknicks und Laufen sind verboten. Wasser und Sonnencreme mitbringen: der Ort ist sehr exponiert.