Giverny
Monets Gärten und die Wiege des Impressionismus
Etwa 1h45 vom Ferienhaus entfernt über die A13, ist Giverny eine der berühmtesten Kunststätten Frankreichs. Hier ließ sich Claude Monet 1883 nieder und verbrachte die letzten vierzig Jahre seines Lebens mit Malen und Gärtnern. Das Ergebnis — ein rosafarbenes Haus mit grünen Fensterläden und zwei außergewöhnliche Gärten — wird heute von der Fondation Claude Monet verwaltet und empfängt jährlich über 600 000 Besucher.
Was besichtigen?
Der Clos Normand — der Blumengarten vor Monets Haus ist eine sorgfältig inszenierte Farbenexplosion: Stockrosen, Kapuzinerkresse, Pfingstrosen, Iris, Mohnblumen. Die von Kletterrosen überwölbten Mittelwege sind das Markenzeichen des Gartens. Er verändert sein Gesicht mit den Jahreszeiten, von Frühling bis Herbst.
Der Wassergarten — auf der anderen Straßenseite liegt der japanisch inspirierte Garten, der berühmteste von allen: die geschwungene grüne Brücke über den Seerosenteich inspirierte Monets bekannteste Gemäldeserie. Früh morgens oder am späten Nachmittag ist das Spiegelbild der Trauerweiden auf dem Wasser identisch mit den Leinwänden im Pariser Musée de l’Orangerie.
Monets Haus — das Innere des rosafarbenen Hauses ist für Besucher geöffnet: eine mit blauen Delfter Kacheln verkleidete Küche, ein zitronengelbes Esszimmer und das Atelier des Malers. Die Wände sind mit Reproduktionen und japanischen Drucken aus Monets eigener Sammlung bedeckt.
Das Musée des Impressionnismes Giverny — nur wenige Schritte von der Fondation entfernt, widmet sich dieses Museum dem amerikanischen und internationalen Impressionismus und zeigt hochwertige Wechselausstellungen. Gesonderter Eintritt.
Wann hingehen?
Mai–Juni — die ideale Zeit: Iris, Glyzinien auf der Japanbrücke und Rosen stehen in voller Blüte. Weiches Licht, Gärten auf ihrem Höhepunkt.
September — ruhiger als im Sommer, mit Dahlien und Astern als neue Blütenstars. Genauso schön.
Juli–August — die Gärten sind prachtvoll, aber zwischen 10 und 16 Uhr sehr überlaufen; Ankunft zur Öffnungszeit (9:30 Uhr) ist unbedingt empfehlenswert.
Meiden: November bis März — die Fondation ist geschlossen.
Gute Ideen
Online buchen vor der Abreise — Tickets sind in der Hochsaison schnell ausverkauft. Erhältlich auf der Website der Fondation Claude Monet.
Zur Öffnungszeit ankommen (9:30 Uhr), um die Gärten vor dem Ansturm der Reisegruppen zu genießen.
Vernon (5 Min. von Giverny) — die benachbarte Kleinstadt lohnt einen Halt: die alte Wassermühle an der Seine, die Stiftskirche Notre-Dame und das Château des Tourelles sind charmant. Ideal zum Mittagessen.
Les Andelys & Château Gaillard (30 Min.) — die mittelalterliche Festung Richard Löwenherz’, auf weißen Klippen über der Seine thronend, bietet eines der schönsten Panoramen der Haute-Normandie.
Einplanen: 2 bis 3 Stunden für Gärten und Haus. Fotografieren ist in den Gärten erlaubt, im Hausinneren verboten. Der Ort ist für Kinderwagen und gehbehinderte Personen nur bedingt geeignet (Kieswege).